Bichishausen
Bichishausen ist ein kleines Albdorf mitten im Großen Lautertal mit 150 Einwohnern. 1092 wurde das Dorf erstmals erwähnt und war im Besitz der Grafen von Achalm. Zu Bichishausen gehört der landwirtschaftlich geprägte Weiler Steighof auf der Hochfläche. Er wurde erstmals im 15. Jahrhundert erwähnt.
Bis zum Jahr 1805 verlief in Bichishausen die Grenze zwischen Württemberg und Fürstenberg.
Auf einem Bergsporn ist die imponierende Burgruine von Bichishausen zu sehen. Die Burg wurde Anfang des 13. Jahrhundert gebaut und war bis 1545 bewohnt. DIe Ruine ist frei zugänglich.
Mitten im Dorf steht die im Jahr 1735 von Ferdinand Fürst zu Fürstenberg im Barockstil erbaute katholische Pfarrkirche, deren Schutzpatron der Heilige St. Gallus ist. Zur Kirchengemeinde gehören die Ortsteile Bichishausen, Dürrenstetten und Gundelfingen, sowie die katholischen Einwohner aus Apfelstetten, Buttenhausen und Hundersingen.
Bichishausen ist stark vom Tourismus geprägt. Es gibt mehrere Ferienwohnungen im Dorf und auf dem Steighof. Das Bootshaus mit Kanuverleih und das Gasthaus zum Hirsch laden zum Verweilen ein. Oberhalb des Dorfes ist ein Zeltplatz an der „Stettener Halde“. An der Lauter wurde eine Liegewiese mit Badebucht eingerichtet.
Der städtische 2-gruppige Kindergarten befindet sich im früheren Schulhaus. Betreut werden hier die Kinder aus den Lautertalgemeinden von Apfelstetten bis Gundelfingen. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind fast alle auf dem Steighof, unter anderen auch ein Demeter-Betrieb. Ein Schuhmacher befindet sich ebenfalls im Dorf.
Aktiver Naturschutz und die Pflege der Wacholderheide am Schlossberg erfolgen auf ehrenamtlicher Basis durch ständige Ziegenbeweidung. An Vereinen gibt es den Schwäb. Albverein. Er bietet ein reichhaltiges Angebot an Aktivitäten für alle Altersgruppen. Es gibt eine Kindergruppe, eine Jugendgruppe und das Treffen für Ältere. Die Ortsgruppe hat für sich das Zollhaus hergerichtet und benützt es als Vereinsheim. Eine weitere wichtige Rolle spielt der Kirchenchor, der ebenfalls zum Wohle des Gemeindelebens beiträgt. Die Vereine bestehen aus den Bürgern der drei oben genannten Teilorte.
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