Böttingen
Im Jahr 961 wird Böttingen erstmals urkundlich erwähnt als „Villa Potinga“. Die Bildung der Gemeinde geht in das Jahr 1383 (Nennung von Schultheiss) zurück. 1496 wurde die Pfarrei errichtet. Im Juni 1631 plünderten kaiserliche Truppen den Ort, über die Hälfte des Dorfes ging in Flammen auf. Zwischen 1634 und 1655 verlor es über drei Viertel seiner Bevölkerung, erst in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts setzte wieder ein Bevölkerungswachstum ein. Die bedeutendste Einnahmequelle in früheren Zeiten war die jährliche Verpachtung der Schafweide; da das Dorf zu den „Hartorten“ gehörte, standen Böttingen in diesem Waldgebiet besondere Weide- und Holzrechte zu. Am 01. Juli 1971 wurde Böttingen zur Stadt Münsingen eingemeindet.
Böttingen ist ein lebendiger Ort mit derzeit 611 Einwohnern (Stand 2006). Im 1999 eingeweihten Dorfgemeinschaftshaus sind Ortsverwaltung, Freiwillige Feuerwehr, Musikkapelle und Sportverein untergebracht, in der Nähe des Sportplatzes ist auch der Jugendclub beheimatet. Als einzigartiges Naturdenkmal gilt der Böttinger Marmorsteinbruch. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Thermalsinterkalk Das Betreten des Steinbruches ist verboten, jedoch werden jährlich im September beim Steinbruchfest der AG Höhle und Karst Führungen in den Steinbruch angeboten.
Böttingen liegt direkt am Rande des ehemaligen Truppenübungsplatzes, wohin direkte Wege führen. Dort kann man ungestört Rad fahren, wandern, Inlinern oder einfach die Ruhe der Natur genießen. Dasselbe ist natürlich auch in dem landschaftlich sehr reizvollen Bötten- und Maiental möglich. Der Wanderreitbetrieb Schrade oder zwei Ferienwohnungen bieten Gästen weitere Möglichkeiten der Erholung.

