Veranstaltung

Vortrag: "Täter nationalsozialistischer Massenverbrechen und deren Strafverfolgung in der Nachkriegszeit in der Bundesrepublik"

Do, 24. Juni 2021
19:00 Uhr

PD Dr. Martin Cüppers (Wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart)
Aufgrund Corona Nachholvortrag zur Sonderausstellung "Münsingen - das Ende des Zweiten Weltkriegs und dessen Folgen. Mangel, Requisition und Entnazifizierung"
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Beschreibung

Mit dem Ende der NS-Herrschaft über weite Teile Europas begannen Gerichte angesichts der beispiellosen Verbrechen mit der Suche nach Gerechtigkeit. Allein in Westdeutschland konnte die Justiz zwischen 1945 und der Gegenwart mehr als 172.000 mutmaßliche Täter und Täterinnen namentlich feststellen. Wegen nachgewiesener Tötungsdelikte wurden im gleichen Zeitraum 1.150 Personen rechtskräftig verurteilt. Für die Geschichtswissenschaft und eine interessierte Öffentlichkeit haben die juristischen Ahndungsversuche nicht zuletzt auch Quellen von unschätzbarem Wert hervorgebracht. Es sind vor allem solche Justizakten, hunderttausende Vernehmungsprotokolle, Auswertungen, Anklageschriften und Urteile, die mittlerweile genauere Antworten auf die Frage nach den Verantwortlichen für die nationalsozialistischen Massenverbrechen erlauben. Der Vortrag vermittelt maßgebliche Einblicke zu diesem Themenfeld. Auf der Grundlage eigener Forschungen stellt der Referent einleitend das breite Spektrum von Tätern und Täterinnen im Nationalsozialismus dar, fragt nach deren Motiven und veranschaulicht anschließend anhand einschlägiger Beispiele die vielfältigen und wechselvollen Ahndungsversuche der westdeutschen Justiz gegen die einstigen NS-Täter, die selbst in der Gegenwart noch andauert.

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Veranstaltungsort
Zehntscheuer Münsingen
Zehntscheuerweg 11
72525 Münsingen
Stadtteil: Münsingen
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Hinweise

   Sofern es die aktuelle Corona-Lage zulässt.


  • Anmeldung ist erforderlich
  • Freier Eintritt - gerne mit Spende -
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Veranstalter
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